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Steppen-Lieschgras

(Phleum phleoides)

VI — VII Home Trockenrasen
30 — 60 cm indigen NT
Habitus
Synonyme: Phleum boehmeri, Phleum phalaroides, Phalaris phleoides, Glanz-Lieschgras. Hemikryptophyt, coll-mont. Die Ährenrispe ist beim Umbiegen lappig. Die Hüllspelzen sind stiefelknechtförmig und auf dem Kiel bewimpert. Sie sind abrupt in eine bis 0,5 mm lange Granne verschmälert (Lit). Die Art kommt in allen österreichischen Bundesländern außer Vorarlberg vor, ist im alpinen Raum gefährdet, im nördlichen Alpenvorland stark gefährdet und im südöstlichen Alpenvorland vom Aussterben bedroht (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Ähren
Aufnahmen: 04.06.2023 Neubau

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1873

"15. Ph. Böhmeri Wibel. (Ph. phalaroides Koch. — Ph. glabrum. Bernh. — Ph. Iaeve. M. B. — Chilochloa Böhmeri Beauv. — Phalaris phleoides L . sp. Böhmers L.)
Wurzelstock ausdauernd, Rasen von fruchtbaren Halmen und unfruchtbaren Blätterbüscheln treibend. Halme 1—2' hoch, im Knie aufsteigend, dann aufrecht, oberwärts nackt, am Grunde oft zwiebelig verdickt, glänzend kahl, im Alter oft röthlich angelaufen. Blätter flach, lineallanzettlich, spitz, am Rande scharf, sammt Blattscheiden kahl, meergrün. Blattscheiden die oberste etwas bauchig. Blatthäutchen winzig. Scheinähre 1 —6" lang, walzlich, beim Umbiegen lappige Zweiglein zeigend, gegen Spitze und Basis zu geschmälert, zuletzt oft violett geschminkt. Aehrchen länglich, Klappen lineallänglich, schief abgestutzt, in eine kurze Stachelspitze zugespitzt, am Kiele von sehr kurzen Stächelchen rauh. Spelzen 2mal kürzer als die Klappen, an der Basis der oberen ein Stielchen befindlich, als Ansatz zu einer zweiten oberen Blüthe. Zuweilen wachsen die Aehrchen in blattartige Knospen aus. Diese Art unterscheidet sich von den Folgenden dieser Gattung, durch die kurzstachelige Bewimperung des Kieles der Klappen.
Juni — Juli


Auf trockenen Wiesen, sonnigen, steinigen Hügeln im Flachlande und Gebirge; auf Haidetriften, an Eisenbahndämmen, auf magerem Boden beider Mühlkreise gemein. — Um Steyr, Kremsmünster, Lambach, um Braunau, im Salzkammergute."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, I. Band (Seite 19), Linz 1873, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 25.12.2025

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