Ericales > Primulaceae > Primula clusiana

Clusius-Primel

(Primula clusiana)

V — VI Home Felsfluren, Schneeböden
2 — 5 cm endemisch LC
Primula clusiana
Synonyme: Auricula-ursi clusiana, Primula spectabilis Mart. & W.D.J. Koch, Nordostalpen-Primel, Rotes Gamsveigerl, Jägerblut. Hemikryptophyt, mont-alp. Die Krone ist purpurn bis violett (v.a. beim Verblühen) mit einem deutlich weißem Grund. Die Kronblätter sind tief ausgerandet. Der Laubblattrand hat einen schmalen Knorpelrand und ist flaumig bewimpert (Lit). Die unter Naturschutz stehende Art kommt nur im alpinen Lebensraum von Salzburg, Steiermark, Ober- und Niederösterreich vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW. Aufnahme: 14.05.1983 beim Marbach, Dachstein-Südwand
 
Primula clusiana

Aufnahme: 09.05.2013 Bernerau

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"930. P. Clusiana Tausch. (P. spectabilis M. et. K . et auctorum non Trattnik. Rothe P. — Rothe Kraftblume.)
Wurzelstock walzlich, knotig, schief oder senkrecht, mehrköpfig, dickfaserig. Blätter grundständig, länglich-lanzettlich, elliptisch oder verkehrteiförmig gegen die Basis verschmälert, spitz oder stumpf, ganzrandig, am Rande weissknorpelig - eingefasst und drüsigflaumig gewimpert, sonst kahl, dunkelgrasgrün, in der Jugend einwärts - gerollt, entwickelt glänzend - glatt, lederig, Stengel 1 — 3" hoch, aufrecht, blattlos, kahl, oberwärts sammt Blüthenstielen und Kelchen feindrüsig-flaumig, an der Spitze eine einzelne Blüthe oder 2 — 5doldig gestellte, sehr kurz gestielte oder fast sitzende Blüthen tragend, mit linealen, stumpfen oder spitzen Deckblättern. Kelche walzlichglockig, länger als die halbe Kronröhre, Kelchzipfel stumpf, röthlich - geschminkt. Krone hellpurpurn. Saum über 1" im Durchmesser, Zipfel halb - 2spaltig.
Mai — Juli


Auf Gerölle und an felsigen Stellen des Krummholzes und von da sowohl zu den Gipfeln der Kalkalpen bis 7000' aufsteigend, als mit den Alpenbächen in die Thalsohlen herabkommend. Am Almkogel bei Weyer. Auf der Mayrreith am Grestenberg, am hohen Nock, am Steyersteg im Bodinggraben. An Felsen im Redtenbachthale bei Windischgarsten, am Birdstein in Rosenau. ln grossen Rasen auf dem Kaibling nächst der Gradalpe bei Michldorf, und von dort den Kaiblingbach entlang bis zum Kremsursprung. Auf Kalkfelsen an der Steyer bei Klaus und bei der Steyerbrücke. Am Pieslingursprung bei Windischgarsten. Am grossen Priel, am Pyrgas, auf dem Warschenegggebirge. In zahlloser Menge in der Seeleithen (Zeller). Vom Dachsteingebirge bis zum Hallstätter und Gosausee herab, im Saugraben bei Mondsee, am Schafberge u. s.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 214), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 16.02.2026

zum Seitenanfang