Ranunculales > Ranunculaceae > Aquilegia atrata
(Aquilegia atrata)
| VI — VII | Home | Wälder, Waldsäume |
| 20 — 60 cm | indigen | LC |
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| Synonyme: Aquilegia vulgaris ssp. atrata, Aquilegia atroviolacea. Hemikryptophyt-Geophyt, (sm-)mont-sa. Das Perigon ist violettbraun. Die Sporne sind stark hakig gekrümmt, die Staubbeutel überragen die inneren Perigonblätter um bis zu 1 cm. Die Blütenstiele sind drüsig-flaumhaarig. Der Stängel ist verzweigt. Die oberen Deckblätter (Tragblätter der Blüten) sind 3 — 4 mal so lang wie breit. Die Pflanze steht unter Naturschutz (Lit). Die Art kommt in allen österreichischen Bundesländern außer Wien und Burgenland vor. Sie ist im alpinen Bereich ungefährdet, im nördlichen Alpenvorland gefährdet. In der Böhmischen Masse (?), dem südöstlichen Alpenvorland und im pannonischen Raum fehlt sie (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW. |
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| 02.06.2020 Pucking |
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| 05.06.2020 Weißkirchen |
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| Dass der Name Aquilegia etwas mit dem Adler (lat. aquila) zu tun haben sollte, ist unschlüssig, ebenso die Ableitung von Wasser (aqua) und sammelnd (legere). Lat. atratus bedeutet schwarzgekleidet (Lit). |
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| 05.06.2015 Bernerau |
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| Die Blütenstiele sind drüsig-flaumhaarig. |
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| Aufnahmen: 23.05.2009 Traunufer bei Kemating. |
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| Die Staubblätter überragen die inneren Perigonblätter um bis zu 1 cm. |
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| 21.05.2009 im Tiefen Tal, Ach |
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| 26.05.2012 am Weg zur Haderburg, Salurn |
Aus der Flora von Oberösterreich 1883 |
"1116. A. vulgaris L. (Gemeine A. — Aglei. — Unser lieben Frauen-Handschuh.)
α varia Neilr. (A. vulgaris fl. dan.) Staubgefässe den nur etwas kürzeren Kronsaum überragend. Kelch und Krone violettblau, seltener fleischroth oder weiss, in Gärten zuweilen auch purpurroth und gefüllt. β nigricans Neilr. (A. atrata Koch. — A. nigricans Baumg.) Staubgefässe den bedeutend kürzeren Kronsaum weit überragend. Kelch und Krone in der Regel kürzer als bei var. a, schwärzlichviolett oder purpurbraun.
var. α Auf Berg- und Voralpenwiesen in Wäldern, an buschigen Abhängen, in Auen, auf den verschiedensten Gesteinunterlagen. Auf Gneissabhängen unterhalb Passau und an den Uferwänden der oberen Donau. Ueber Granit der Mühlkreisberge sehr verbreitet, z. B. an bewaldeten Lehnen und unter Gesträuch im Haselgraben, auf Quarzsand am östlichen Abhange des Pöstlingberges, auf tertiären Hügeln am Pfennigberge, z. B. in Buchenwäldern zwischen Plesching und Steyregg und am Luftenberge, ebenso über kalksandigen Anschwemmungen der Haide, z. B. an Waldrändern beim Haidemann, um Neubau u. s. w. Ueber Wienersandstein längs der Hallerstrasse, im Sommersdorfergraben, im Schacher bei Schlierbach, bei Kirchdorf. Ueber Kalkconglomerat um Steyr, Michldorf, Altpernstein u. s. w. Auf den meisten Wiesen der Kalkvoralpen und deren Thäler. Ueber Braunkohlenlagern z. B. bei Wolfsegg. var. β Auf Voralpenwiesen mit Kalkunterlage, auch mit den Wässern in die Thalsohlen wandernd. Auf Wiesen des Lindauerberges bei Neustift, am Calvarienberge bei Windischgarsten, im Stoderthale. Ueber Grestnerkalk im Wienerwege bei Michldorf, bei Altpernstein in Gesellschaft der var. α auf tertiärem Conglomerat bei Wimsbach, auf Felsen am Traunfalle. Am Ufer der Ager zwischen Stadl bei Lambach und Schwannenstadt. Auf Wiesen am Ufer des Attersees, am Fusse des Schafberges und am Griesberge bei Mondsee, am Wege von Ebensee nach Ischl am Traunufer, auf der Himmelreichwiese bei Gmunden. Ueber Granit, nur ausnahmsweise hinter dem Badhause Mühllacken am Wege zum Ursprung (Mühlkreis)." |
| Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 370), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung. |
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Letzte Bearbeitung 02.03.2026