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Alpen-Waldrebe

(Clematis alpina)

V — VII Home lichte Blockwälder, Gebüsche
1 — 3m lang indigen LC
Synonym: Atragene alpina (bei Duftschmid - s.u.). Nanophanerophyt, (um-)om-sa. Die 2 — 3-zähligen Blätter sind gegenständig. Das 4-blättrige, radiärsymmetrische Perigon ist blau bis violett. Die giftige Liane rankt mittels Laubblattstiel und Laubblattspindel (Lit). Die geschützte Art kommt in allen österreichischen Bundesländern außer Wien und Burgenland und nur im alpinen Raum zerstreut vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW. Aufnahme: 05.06.2010 Lunz
 
Die Laubblattstiele und -spindeln winden sich wie Ranken um Zweige anderer Gehölze. Die Liane wird etwa1 - 3 m lang. Das blauviolette Perigon kann bis zu 8 cm im Durchmesser aufweisen. Diverse Unterarten oder Sorten werden als Rankpflanzen für Gärten angeboten.
 
Der Gattungsname Clematis stammt aus dem Lateinischen für jede rankende Sippe außer der Weinrebe. Griechisch klema = Zweig, Pfropfreis, Weinranke (Lit).
 
22.05.2010 Gleinker See
 
Clematis alpina
02.06.1983 Hochkogel, Tennengebirge (Salzburg)

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"1074. A. alpina L. (A. austriaca Jacq. — A. clematides Crantz. Gemeine A. Waldstrick.)
Strauchig. Stengel bis 6' lang, hingeworfen, herabhängend oder aufkletternd, holzig, ästig, an den Gelenken knotig, schuppig, beblättert und mit dürren 3spaltigen Wickelranken (den abgestorbenen vorjährigen Blattstielen) versehen. Aeste und Blattstiele gegenständig. Blätter langgestielt, meist doppelt-3schnittig, grasgrün, unterseits sammt den Blatt- und Blüthenstielen behaart. Abschnitte ei- oder länglich-lanzettlich, zugespitzt, ungleich-gesägt oder auch zuweilen gelappt oder an der Basis zusammenfliessend. Blüthen einzeln, blattwinkelständig - langgestielt, überhängend. Kelche ansehnlich. Kelchblätter 1— 1,5" lang, lanzettlich, gerade vorgestreckt oder abstehend, hellviolettblau mit dunkleren Längsadern. Kronblätter klein, spatelig, aufrecht, weisslich, grünlich oder bläulich. Früchtchen rostgelb, zottig, in einen langen, zottigen Schweif auslaufend. Die Kronblätter von unbestimmter Anzahl, je nachdem sich mehr Staubgefässe in selbe verwandeln, so dass die Blüthe, wie es auch bei anderen Ranunculaceen der Fall ist, bald mehr, bald minder gefüllt erscheint.
Mai — Juli


In Schluchten, Abstürzen, an bewachsenen Felsen und an Waldrändern der Kalkvoralpen bis ins Krummholz der Alpen (bis 5000' aufsteigend), jedoch auch in die benachbarten Thäler herabkommend. Am Almkogl bei Weyer, am Pieslingursprung, in der Sprengau, am kleinen Warschenegg, in Rosenau bei Windischgarsten, am Zeitschenberg, am hohen Nock, am Schoberstein unweit Steyr, am Steyerufer gegenüber der Bertl-Lacken bei Klaus. Am Kasberg und in der Grünau, am Aufstieg zur Gradalpe am Schwarzenbach. In der Waldregion und im Krummholz der Stoderalpen, am Pyrgas bei Spital. Auf Gmundner und Hallstätter Voralpen, im Echernthale, nächst dem Gosauzwang, an den Ufern des hinteren Langbathsees, am Griesberge bei Mondsee, am Schafberge bei St. Wolfgang.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 336), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 06.03.2026

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