Ranunculales > Ranunculaceae > Thalictrum minus ssp. pratense

Frühe Klein-Wiesenraute

(Thalictrum minus ssp. pratense)

V — VI Home lichte Wälder, steinige Hänge
20 — 60 cm indigen VU
Habitus
Synonym: Thalictrum praecox. Hemikryptophyt, coll-mont. Der Stängel und die Laubblätter sind kahl. Die Laubblätter haben keine Nebenblättchen. Sie sind am geraden bis schlängeligen Stängel mehr oder weniger gleichmäßig verteilt (Lit). Die Unterart kommt in allen österreichischen Bundesländern außer Vorarlberg, Wien und Burgenland vor. Sie ist in der Böhmischen Masse vom Aussterben bedroht, im nördlichen Alpenvorland stark gefährdet. Im südöstlichen Alpenvorland und im pannonischen Raum kommt sie nicht vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Thalictrum minus ssp. pratense
 
 
Thalictrum minus ssp. pratense
 
 
Thalictrum minus ssp. pratense
 
 
Thalictrum minus ssp. pratense
Aufnahmen: 05.06.2011 Wiese in der Au beim Weikerlsee nahe dem Mitterwasser

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"1076. T. minus L. ( T. montanum Wallr — T. vulgare a. glaucum fl. v. Wien. Kleine W.)
Wurzelstock walzlich, knotig, schief oder wagrecht, kurz, mit starken Fasern büschelförmig besetzt, nicht kriechend. Stengel 1—4' hoch, aufrecht, starr, hart, voll, hin- und hergebogen, feingerillt, sammt den Blättern mehr oder minder blaugrün-bereift und kahl, sammt den Blattstielen oft violett, an der Basis blattlos, nur mit Schuppen versehen, erst beiläufig in der Mitte beblättert. Blätter im Umrisse 3 eckig, so lang als breit, 2 —4fach-fiederschnittig, an den Verästelungen der Schnittstiele ohne häutige Nebenblättchen. Blattstielscheiden geöhrt. Oehrchen breit, kurz, abgerundet. Blattabschnitte rundlich, oval, verkehrt - eiförmig oder keilig, grob- 3zahnig oder 3spaltig mit 1 —3 zahnigen Lappen, seltener ungetheilt. Blüthen sammt den Staubgefässen niederhängend, in eine lockere, weitschweifige, im Umrisse ei- oder pyramidenförmige Rispe zerstreut, oft quirlig oder doldenförmig zusammengestellt. Rispenäste ausgesperrt, die Rispe meist so breit oder breiter als lang. Kelchblätter gelblich oder röthlich. Staubknoten gelb. Früchtchen eiförmig oder ellipsoidisch, meist 8rippig, aufrecht sitzend.
Juni — Juli. Auf Voralpen bis Aug.


Aendert ab:

  • α glaucum (T. minus Crantz. — T. glaucescens Willd. Reichb. ic.) Stengel 1—2' hoch, sammt den Blättern graublau bereift.
  • β elalum (T. majus Crantz. Jacq. Reichb. ic. — T. elatum Gaud. non Jacq. T. capillare Rchb.) Stengel 3 — 4' hoch, sammt den Blättern graublau-bereift und nur durch grösseres, schlafferes und weitschweifigeres Ansehen aller Theile von var. α verschieden.
  • γ virens Wallr. (T. minus virens Reichb. ic.) Stengel 1—2' hoch. Blätter grasgrün, kaum bereift.

α und β Auf Donaualluvium. Auf Rosenauerwiesen in Urfahr, auf der Strasserau, an Zäunen in Nähe des Posthofes und Seilergütls, auf Anhöhen und in Auen bei Steyregg und Ens. An Felsen, Waldrändern der Berg- und Voralpenregion über Kalk, z. B. im Bodinggraben, auf Kalkgerölle des Budergrabens im Redtenbach (Oberleitner). In Hopfing bei Molln, im Nadelholze beim Aufstiege in die Feichtau, in der Grünau.
γ Sehr selten. Im Kalkgerölle des hohen Nocks, in der Feichtau, an der Krems bei Kremsmünster vor dem Aumeyrwörth."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 338), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 20.04.2026

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