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Gewöhnlicher Kreuzdorn

(Rhamnus cathartica)

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1 — 3 m indigen LC
Blüten
Synonyme: Cervispina cathartica, Rhamnus uninervis, Wegdorn, Purgier-Kreuzdorn. Nanophanerophyt, coll-mont. Die Zweige weisen Sprossdornen auf, die gegenständigen aber auch wechselständigen Laubblätter haben 3-4 seitliche, kräftige Blatt­nerven. Die Blüten haben 4 hellgrüne Kelchblätter (Lit). Die Früchte sind mehrsamige, schwarze Steinfrüchte. Unreife Früchte wurden zum Gelbfärben verwendet. Heilpflanze: Der Kreuzdorn fand als Abführmittel Verwendung, aufgrund seiner Giftigkeit sollte man das allerdings unterlassen (Lit). Die häufige Art kommt in allen österreichischen Bundesländern in allen Naturräumen vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW. Aufnahme: 09.05.2009 Pucking
 
 
Dorn
 
 
Früchte
21.08.2008 Pucking
 
kleiner Baum
1 - 3 m hoher Baum oder Strauch
 
Borke
Borke
 
Dornen
Die Sprossdornen bilden mit der Verzweigung ein Kreuz und damit eignete sich der Strauch als Schutz vor dem Verhexen des Viehs in der Walpurgisnacht und, wenn man mit einem Kreuzdornstock geht, hervorragend zur Abwehr von Gespenstern, sofern der Stock am Karfreitag geschnitten wurde (Lit) - und man katholisch ist. Aufnahmen: 15.08.2002 Traun

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"1345. R. cathartica L. (Gemeiner W — Amselbeer. — Kreuzbeer, Tintenbeer. — Hundsdorn, Hirschdorn.)
Strauch 5—10' hoch. Stamm aufrecht, aschgrauberindet. Aeste gegenständig mit end- und gabelständigen Dornen. Blätter ziemlich gross (ausgebildet 1,5 — 2,5" lang), elliptisch oder eiförmig, zugespitzt, kleingesägt, an der Basis theils abgerundet oder herzförmig, theils in den Blattstiel verschmälert, dunkelgrün, kahl oder in der Jugend flaumig, langgestielt, gegenständig fast büschelig. Blattstiele 4—6''' lang, 2 —3mal länger als die pfriemlichen, hinfälligen Nebenblätter. Blüthen 2häusig - vielehig, an der Basis der jungen Triebe in achselständigen, besonders die männlichen in zahlreichen, büscheliggehäuften Trugdöldchen. Kelche 4spaltig. Kronen 4blättrig, grünlichgelb. Staubgefässe der männlichen Blüthen 4. Griffel 4 —5spaltig. Steinbeeren kugelig, schwarz ekelhaftbitter. Rückenfurche der Samen geschlossen, an der Basis und Spitze knorpelig berandet und nur an der Spitze innerhalb der knorpeligen Ränder klaffend. Aus den officinellen Beeren wird eine purgirende Salse (Roob de spina cervina Kreuzbeersalsen) und zu technischem Gebrauche das bekannte Saftgrün und Schüttgelb bereitet.
Mai — Juni


An Hecken, buschigen oder waldigen Abhängen, Felsen vorzugsweise über Kalk. Ueber Granit, Gneiss, Quarzfels meist nur an Ruinen und verfallenen Mauern, in Folge von Mörtelkalkbeimischung mehr als in Folge ehemaliger Cultur (Sendtner). Um Linz zunächst an einer Hecke am Freinberge, beim Jägermayr, am Kirnbergwaldrande, an Pfennigbergleithen beim Banklmayr u. s. vereinzelt in hügeligen und bergigen Gebirgsgegenden ziemlich gemein. Oft auch zu lebenden Zäunen gezügelt, z. B. im Hofgarten zu Kremsmünster."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 116), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 08.05.2026

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