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Felsen-Kreuzdorn

(Rhamnus saxatilis)

IV — V Home Föhrenwälder, Felsfluren, Trockenrasen
20 — 60 cm indigen LC
Habitus
Synonyme: Cervispina saxatilis, Frangula saxatilis. Nanophanerophyt, coll-mont. Der dornige Kleinstrauch hat sparrig verzweigte Äste. Die lanzettlich bis elliptischen Blätter sind 1 — 4 cm lang und haben 2 — 4 Paar Seitennerven. Reife Früchte sind schwarz (Lit). Die Art kommt in allen österreichischen Bundesländern vor. Sie ist nur im alpinen Naturraum ungefährdet, in der Böhmischen Masse stark gefährdet, im nördlichen Alpenvorland gefährdet und im pannonischen Raum beinahe gefährdet (Lit). In Istrien kommt sie zerstreut bis selten vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Rhamnus saxatilis
Sparriger Wuchs, die Blätter sind lanzettlich bis elliptisch.
 
Rhamnus saxatilis
Blätter mit 3-4 bogigen Seitennerven, Zweige dornig.
 
Rhamnus saxatilis
Früchte schwarz glänzend. Aufnahmen: 25.08.2008 Hernlersteig am Traunstein
 
Habitus
Wächst hier aus einer Felswand (Blick von oben). Aufnahme: 09.08.2011 Vela Draga
 
Rhamnus saxatilis
Aufnahme: 25.08.2012 am Vojak, Učka
 
Dornige Triebenden. Aufnahme: 14.08.2015 am Vojak, Učka

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"1346. R. saxatilis Jacq. (Felsen - W.)
Strauch 1,5 — 3' hoch. Stamm sammt den ausgesperrten Aesten knorrig, niedergestreckt oder aufsteigend mit end- und gabelästigen Dornen. Blätter 1,5— 1" lang, verkehrteiförmig, elliptisch oder länglichlanzettlich, stumpf oder spitz, kleingesägt, in den Blattstiel zugespitzt, freudiggrün, kahl oder flaumig, kurzgestielt oder fast sitzend in Wechsel- und gegenständigen Büscheln, die Aeste fast ganz bedeckend. Blattstiele beiläufig so lang als die pfriemlichen, hinfälligen Nebenblätter. Blüthen 2häusig - vielehig, an der Basis der jungen Triebe in achselständigen Trugdöldchen. Kelche 4spaltig. Kronen 4blättrig, grünlichgelb, an weiblichen Blüthen oft fehlend. Staubgefässe der männlichen Blüthen 4. Griffel 4spaltig. Steinbeeren kugelig oder kreiselförmig, schwarz. Rückenfurche der Samen klaffend, der ganzen Länge nach knorpeligberandet.
Mai — Juni


An steinigen, sonnigen Hügeln und Abhängen, in Holzschlägen, an Holzriesen bis beiläufig 3000' in die Kalkgebirge des Salzkammergutes aufsteigend. Am östlichen Fusse des Traunsteines in der Kamp, an der Lahnastiege beim Aufstiege Traunstein vom See aus (Saxinger). In der Gosau, bei St. Gilgen, am Schafberge bei Mondsee (Winkler), in der Sprengau nächst der Schottergrube auf dem Kühberge bei Windischgarsten (Oberleitner).
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 117), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 15.05.2026

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