Malpighiales > Salicaceae > Salix aurita

Ohr-Weide

(Salix aurita)

IV — V Home Niedermoore, Waldränder
1 — 2 m indigen LC
Salix aurita
Synonyme: Salix caprea ssp aurita, Salix heterophylla, Salix paludosa, Salix uliginosa. Nanophanerophyt, coll-mont. Die verkehrt eiförmige bis verkehrt eilanzettliche, oberseits stark runzelige Laubblattspreite ist 1,5 — 2,5 mal so lang wie breit. Der Rand ist grob und oft ausgebissen unregelmäßig gezähnt. Die Laubblattstiele weisen oberseits keine Drüsen auf. Die Laubblattunterseite ist dicht behaart. 1 — 2-jährige Äste sind rotbraun bis braun. Die Nebenblätter sind 3 — 10 mm lang (Lit). Die teilweise geschützte Art kommt in allen österreichischen Bundesländern in allen Naturräumen vor, ist aber teilweise stark rückgängig und in den Alpenvorländern gefährdet, im pannonischen Raum stark gefährdet (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Salix aurita
 
 
Salix aurita
 
 
Salix aurita
Aufnahmen: 18.06.2017 Hirschröhren am Weg zum Plöckensteiner See
 
Zweig mit Öhrchen
 
 
Blattrand
Der Rand ist oft grob gezähnt.
 
Blattunterseite
 
 
Öhrchen
Gezähnte Nebenblätter. Aufnahmen: 04.06.2024 Holzösterer See
 
Salix aurita
In Irland kommt die Ohrweide (E: Eared willow; IRL: Crann sníofa) an Moorrändern vor. Aufnahme: 16.07.2017 Glebe-Glenoory

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1876

"404. S. aurita. L. (S. uliginosa Willd. — S. heterophylla Host. Geöhrte W.)
Strauch bis 6' hoch, mit graulichem Blattwerke; Stamm grau, Aeste sperrigabstehend, Zweige rothbraun, knotig, kahl, seltner feingrau flaumig, Blätter verkehrteiförmig, rundlich oder elliptisch, zugespitzt, spitz oder stumpf, wellig-gesägt oder ganzrandig, oberseits dunkelgrün, flaumig, unterseits bläulich-filzig, klein, bei 0,5—1,5" Länge 4 —12''' breit; Nebenblätter verhältnissmässig gross, öhrchenartig, nierenförmig, zuweilen mit ein paar Spitzchen versehen, oft fast so gross als der Blattstiel, länger bleibend als die anderer Weidenarten. Blattknospen kahl oder fast kahl. Kätzchen bald sitzend, an der Basis mit schuppigen Deckblättern besetzt, vor den Blättern ausbrechend, bald an der Spitze kurzer, beblätterter Seitentriebe mit den Blättern zugleich sich entwickelnd, klein, gerade. Kätzchenschuppen 2färbig, an der Spitze schwärzlich, kurzzottig. Männliche Kätzchen eiförmig, zuletzt eilänglich, nur 3 — 10''' lang, 3 — 6''' breit, hellgelb; Staubfäden 2, getrennt; Staubkölbchen anfangs röthlich, dann citronengelb, Weibliche Kätzchen länglich-walzlich, 3 — 6''' lang, 2 — 4''' breit, graugrün, zur Fruchtreife grösser, bis 1,5" lang; Fruchtknoten kegelförmig, filzig, gestielt, Stielchen 3 — 4 mal länger als die Honigdrüse; Narben fast sitzend, länglich, ausgerandet. Durch die im Verhältnisse zu den kleinen Blättern, grossen Nebenblätter und die kleinen Kätzchen von S. caprea, durch die dichtere Behaarung der Blätter aber von S. grandifolia überhaupt aber von beiden mehr durch die Tracht, als durch beschreibbare Criterien unterscheidbar.
April — Mai.


An Waldrändern, in feuchten Gebüschen, Holzschlägen. Vorzugsweise über Granit, Gneiss, Quarzsand in den Mühlkreisen, von feuchten Thalwiesen und Schluchten in die höchsten Moore der Ausläufer des böhmischen und bairischen Waldes, z. B. an der Dreisesselbergkette bis 4000' aufsteigend, häufig um Kirchschlag, Zwettl, Freistadt, Königswiesen, Waldhausen. Um Linz zunächst im Zauberthale, am Rande des Kirnbergforstes. Auf Traunalluvium bei Lambach. Auf Wiesen an der Alm bei Wimsbach und Almegg; an der Krems bei Kremsmünster, im Schwarzholze und Schacher. Ueber Wiener Sandstein bei Untermichldorf am Ringlergute. Längs der Ens von Steyrgarsten bis Weyer. Seltner über Kalk in Alpenthälern und Voralpen; in der Feichtau, Grünau, im Stoder zerstreut. Im Salzkammergute auf moorigen Wiesen um Gmunden, Ischl, St. Wolfgang, Mondsee u. s. w.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, II. Band (Seite 344), Linz 1876, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 30.09.2026

zum Seitenanfang