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Glanz-Weide

(Salix glabra)

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0,3 — 1,5 m indigen LC
Salix glabra
Synonyme: Salix chlorophana, Salix coruscans, Salix phylicifolia var. glabra, Salix wulfeniana, Kahle Weide. Nanophanerophyt, mont-sa. Die völlig kahlen, gesägten Laubblätter sind oberseits lackartig glänzend, die Unterseite ist stark hell-blaugrün bereift. Die Laubblattspreite ist elliptisch bis breitlanzettlich (Lit). Die Art kommt nur im alpinen Naturraum vor. Sie fehlt daher in Wien und im Burgenland, ein Vorkommen in Vorarlberg ist fraglich (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Salix glabra
Die Blätter sind oberseits lackartig glänzend, unterseits stark bereift.
 
Salix glabra
 
 
Salix glabra
 
 
Salix glabra
 
 
Salix glabra
Aufnahmen: 05.06.2015 Stögerreith (Bernerau)
 
Habitus
 
 
Blattoberseite
 
 
Früchte
Koordinaten des Standortes: 47°44'38,09"N 14°18'50,69"E. Aufnahmen: 30.04.2024 Veichltal

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1876

"397. S. glabra. Scop. (S. phyllicifolia Wulfen non aliorum. — S. Wulfeniana Willd. — S. corruscans Willd. — S. hastata var. Wulfeniana Koch. Comm. Glanzblättrige W.)
Strauch, niedergestreckt oder aufsteigend, bis 4' hoch, mit dunkelgrünem Blattwerke, Zweige kurz, dick, sehr verästelt, zähe, kahl, nebst Blattstielen und Blättern firnissglänzend; Blätter in der Regel verhältnissmässig kurz und breit, 0,5 — 3" lang, 4''' bis 1,5" breit, elliptisch oder verkehrteiförmig, mitunter eirunde oder
lanzettliche untermischt, stumpf, kurzzugespitzt oder spitzlich, oberseits spiegelnd-sattgrün, unterseits bläulich- oder hechtgrau bereift, beiderseits kahl, die älteren steif, lederig, selbst bei sorgsamem Trocknen leicht schwarz werdend; Nebenblätter fehlend oder drüsenförmig, an kräftigen Trieben viel kürzer als der Blattstiel. Kätzchen gestielt, Stiel mit jungen Blättern besetzt; Kätzchenschuppen einfärbig, wenig behaart, zuletzt fast kahl, zur Fruchtzeit bräunlich, vertrocknet bleibend. Männliche Kätzchen länglichwalzlich, 1" lang, 4— 6''' breit, hellgelb; Staubfäden je 2, getrennt, Staubkölbchen gelb. Weibliche Kätzchen walzlich, kürzer und schmäler, grün. Fruchtknoten eikegelförmig, kahl, gestielt, Stielchen 2mal länger als die Honigdrüse, Griffel verlängert, Narben 2theilig, abstehend. Durch den niedrigen Wuchs, die starkverästelten zähen Zweige, mehr in’s Runde geformte Blätter, besonders aber durch den alpinen Standort von allen Arten dieser Rotte, und deren Abarten verschieden. Von S. Ammaniana W (S. nigricans a leiocarpa) und von S. arbuscula L ., mit welchen sie viele Aehnlichkeit hat, unterscheidet sie sich durch die steiferen, oberseits firnissglänzenden, unterseits schon in der ersten Jugend stark bereiften Blätter und einfärbigen Kätzchenschuppen, von der Erstgenannten überdiess durch gestielte, schlankere Kätzchen, von der Zweiten durch deutlich gestielte, kahle Fruchtknoten.
Mai — Juni


Von der Voralpen- bis in die Krummholzregion, auf Gerölle und Schutt der Kalkalpen, mit den Alpenbächen zuweilen in die Thalsohle wandernd. Am Grestenberg, in der Mayrreith, Rumpelmeyrreith und im Veilchelthale bei Windischgarsten (Oberleitner). Am hohen Nock, auf der Klinserscharte im Stoder, auf dem Kaibling bei Michldorf und bei der Barnstalleralpe; in der Pernerau (Schiedermayr). Auf der Frohmannsalpe bei Spital am Pyhrn. Am Kasberg (v. Mor). Am Gleinkersee. Auf Felsenwänden am Wege vom Lahnafelde zur Speikwiese Warschenegg’s (Saxinger). Auf Alpenfelsen um Hallstatt, Ebensee, Mondsee u. s. w.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, II. Band (Seite 336), Linz 1876, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 04.10.2026

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