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Gewöhnliche Kreuzblume

(Polygala vulgaris)

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5 — 25 cm indigen LC
Polygala vulgaris
Hemikryptophyt, coll-sa. Die Blütenhülle ist meist blau bis violett, selten rosa. Die Pflanze wächst aufrecht, mehrstängelig (Lit). Die Art kommt in allen österreichischen Bundesländern vor, ist aber nur im alpinen Raum ungefährdet. In der Böhmischen Masse und den Alpenvorländern gefährdet und im pannonischen Raum stark gefährdet (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Polygala vulgaris
Aufnahmen: 18.05.2012 Unterbergern

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"1336. P. vulgaris L. sp. (Gemeine K. — Ramsel.)
Wurzel spindeligästig, niedergestreckte, holzige Stämmchen treibend, rasig. Stengel 4—10" lang, liegend, auch kreisförmig am Boden ausgebreitet oder aufsteigend, meist einfach, kahl oder feinflaumig. Blätter ohne bitteren Geschmack, ganzrandig, grasgrün, kahl, die untersten elliptisch oder verkehrteiförmig, stumpflich, kürzer, breiter, nicht rosettig, die übrigen lineallanzettlich, spitz, mit verschmälerter Basis fast sitzend. Blüthen in endständiger, deckblättriger Traube. Kronen 3 — 4''' lang, rosenroth, violett, azurblau abändernd, seltener weiss oder weiss und blaugescheckt, so lang oder etwas länger als die Flügel. Schiffchen mit einem kämmig vielspaltigen Anhängsel. Flügel elliptisch oder verkehrteiförmig, 3nervig, Seitennerven auswendigaderig. Adern ästig, netzig verbunden. Stiel des Fruchtknotens während des Aufblühens nur so lang als der Fruchtknoten. Der gewöhnlich einfache Stengel wird an Exemplaren, die nach der Heuernte zum zweiten Male treiben, oft ausgesperrtästig, wodurch die Pflanze ein sehr verändertes Aussehen gewinnt. Unterscheidet sich in allen Formen von P. amara sogleich durch den Mangel an bitterem Geschmacke der Blätter.
Mai — Juni.


Aendert ab :

  • α achaetes Döll. (P. vulgaris fl. dan. — P. oxyptera Beichb.) Traube an der Spitze abgerundet. Deckblätter der Blüthen lanzettlich, häutig, zu 3, auch das mittlere nur so lang als die Blüthenknospe und daher über die Spitze der noch nicht völlig aufgeblühten Traube nicht hinausragend, nach dem Aufblühen alle 3 Deckblätter abfallend.
  • β comosa Döll. (P. vulgaris E. B. — P. comosa Schrk. — P. Moriana Britt.) Traube gegen die Spitze kegelförmigverschmälert. Deckblätter der Blüthen schmallanzettlich, häutig, zu 3, das mittlere länger als die Blüthenknospe, und daher aus der Spitze der noch nicht völlig aufgeblühten Traube mehr weniger herausragend, die Traube hiedurch schopfig, die Deckblätter später abfallend als bei der vorigen Art.

Beide Varietäten auf Wiesen, grasigen Abhängen, Weideplätzen, an Rainen niedriger und gebirgiger Gegenden gemein.

  • α Ueber Kalk, Mergel, Alluvium, Löss, Glimmerschiefer, Gneiss, Granit, sowohl an trockenen als feuchten und torfigen Stellen.
  • β Wohl vorherrschend über Kalk, auf dürren Abhängen, Haidewiesen, in milchweissblüthigen Exemplaren mit an den Boden angedrückten, 2-zeiligfein-krauswolligen Stengeln. (P. Moriana Britt.) Auf einer lichten Föhrenwaldstelle am Feldwege vom Spalaberge zum Wasenmeister, über Traunalluvium der Haide."
Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 105), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 20.01.2026

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