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Kleines Mädesüß

(Filipendula vulgaris)

VI — VII Home wechsel­feuchte Mager­wiesen, Karstheiden
30 — 60 cm indigen VU
Synonyme: Filipendula hexapetala, Spiraea filipendula, Knollen-Mädesüß, Wiesenkönigin, Filipendelwurz. Hemikryptophyt, coll-mont. Die Grundblätter mit 8 - 30 Fiederpaaren erscheinen Ende April. Die Fiedern selbst sind wieder fiederspaltig. Die Wurzel ist knollig verdickt. Die Blüten haben 6 — 7 weiße Kronblätter. Die Früchtchen sind behaart (Lit). Bei uns ist die Pflanze sehr selten. Man übersieht sie auch leicht, wirkt sie aus der Ferne doch ähnlich dem Echten Mädesüß, das es aber lieber feuchter hat. Die Art kommt in allen österreichischen Bundesländern auße Vorarlberg in allen Naturräumen vor. Sie ist im nördlichen Alpenvorland stark gefährdet (Lit). In Istrien kommt sie fast überall zerstreut vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Nach dem Verblühen ist es schwierig, das Kleine Mädesüß wiederzufinden. Am Standort befinden sich lediglich etwa 6 Exemplare. Im hohen Gras kann es leicht übersehen werden.
 
 
 
11.06.2020 und 01.07.2020 Weißkirchen
 
Aufnahme: 22.05.2021 Weißkirchen
 
Blütenstand
Im Jahr 2021 ist die Sippe am Standort auf mindestens 16 Exemplare angewachsen.
 
beim Verblühen
Aufnahmen: 16.06.2021 Weißkirchen
 
Filipendula vulgaris
Hier auf einer Brache zwischen Anbauflächen in Ližnjan. Auf Istrien und in Südtirol habe ich das Kleine Mädasüß häufiger angetroffen.
 
Filipendula vulgaris
 
 
Filipendula vulgaris
18.04.2014 Ližnjan

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"1477 S. Filipendula L. (Knollige S. — Haarstrang. Rother Steinbrech.)
Wurzelstock walzlich, knotig, schief oder abgebissen, reichfaserig. Fasern kurz unter der Spitze in längliche Knollen verdickt. Stengel 1 —2' hoch, aufrecht, kahl, einfach oder oben ästig. Blätter unterbrochen fiederschnittig. Abschnitte länglich, fiederspaltig-eingeschnitten, kraus, gewimpert, sonst kahl, gleichfärbig, sattgrün, die wurzelständigen längergestielt, fast rosettigausgebreitet, von zierlichem, den Schafgarbenblättern ähnlichem Ansehen, die stengelständigen nach oben kleiner werdend und kürzergestielt. Nebenblätter klein, halbherzförmig, eingeschnittengezähnt, an den Blattstiel angewachsen. Blüthen zwitterig, in einer endständigen, rispig zusammengestellten, nackten Trugdolde. Kronen gelblichweiss, röthlich von honigartigem Geruche. Kapseln aufrecht, kurzhaarig, nicht gewunden.
Mai — Juli


Sowohl auf trockenen Haidetriften, als auf Moorwiesen. An Eisenbahndämmen die Weiserhaide entlang, z. B. zwischen Hörzing und dem Haidemann, bei Wels, Gunskirchen, zwischen Lambach und Wimsbach, Gmunden. In Auen bei Kremsmünster, um Feyregg. Um Mondsee, zwischen Seekirchen und Zell am Moos, in der Gegend des Attersees, um Reichersberg. Ueberall aber vereinzelt und im Gebiete sehr zerstreut, besonders über kalkreichen Alluvien.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 232), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 10.06.2026

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