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Echte Nelkenwurz

(Geum urbanum)

V — VII Home Gebüsche, Auen, Ruderalfluren
30 — 60 cm indigen LC
Geum urbanum
Synonyme: Bernoullia media, Caryophyllata urbana. Hemikryptophyt, coll-om. Die Stängelblätter sind dreizählig, mit großen, blättchenähnlichen Nebenblättern. Kelchblätter nach dem Abblühen zurückgeschlagen. Die gelben Blüten sind aufrecht. Die Griffel sind hakig gegliedert hakig. Das Rhizom soll nach Gewürznelken riechen (Lit). Heilpflanze: Es wird bei Durchfall und als Gurgelmittel verwendet (Lit). Das hübsche Kraut gedeiht prächtig im Garten und vermehrt sich stark, wenn man es lässt. Bei uns trifft man es im Siedlungsgebiet und auch im Auwald häufig an. Gattungsname: Geum hieß die Pflanze schon bei Plinius. Artname lat. urbanum von urbs = Stadt (Lit). Die häufige Art kommt in allen österreichischen Bundesländern in allen Naturräumen vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Geum urbanum
 
 
Geum urbanum
 
 
Geum urbanum
 
 
Geum urbanum
 
 
Geum urbanum
Aufnahmen: 25.05.2015 Garten, Pucking
 
Früchte, Griffel
Aufnahme: 17.06.2026 Garten, Pucking

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"1470. G. urbanum L. (Gemeine N. — Benediktenwurz. — Märzwurz, Hasenaug. — Igelkraut.)
Wurzelstock walzlich, federkieldick, schief, abgebissen, reichfaserig, aussen dunkelröthlichbraun, innen gelblichweiss mit röthlicher Marke, schwachbitter und herbe schmeckend, etwas nach Nelken riechend. Stengel 1 — 2' hoch, aufrecht oder aufsteigend, sammt den Blättern abstehendbehaart oder oberhalb ziemlich kahl, 2 — mehrblüthig. Blätter grasgrün, die unteren längergestielt, leierförmig oder iederschnittig, die folgenden kürzergestielt, 3schnittig oder 3spaltig. Abschnitte verkehrteiförmig oder keiliglänglich, ungleich- oder lappiggesägt, die blüthenständigen sitzend, ungetheilt, lineallanzettlich. Nebenblätter blattartig, rundlicheiförmig, ungleich grobgesägt. Blüthen aufrecht, flach geöffnet. Kelche zur Fruchtzeit zurückgeschlagen. Kronen klein, kaum so lang als die Kelchzipfel, gelb. Fruchtköpfchen fast kugelig, röthlich, weichstachelig, auf dem Kelche sitzend. Schalfrüchte zottig, der grannenartige Griffel 2gliedrig, das untere Glied länger als das obere, kahl, das obere an der Basis behaart, sonst kahl, im Keime zurückgebrochen, abfällig. Die officinelle Wurzel (Radix Caryophyllatae) enthält ein ätherisches und ein bitteres Prinzip, denen sie ihre leicht reizende und stärkende Wirkung verdankt und daher gegen Verdauungsschwäche, Bleichsucht, nervöse Fieber und Gefässstockungen angewendet wird.
Juni — October


In Wäldern, an Wegen, in Hecken, Gebüschen an Zäunen, Ufern, in Auen, über humosem Kalk, Gneiss, Granit u. s. w. sowohl in ebenen als gebirgigen Gegenden, selbst in Gassen der Ortschaften sehr gemein, steigt über 3000' auf."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 227), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 19.06.2026

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