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Erdbeer-Fingerkraut

(Potentilla sterilis)

IV — V Home Waldränder, Magerwiesen
5 — 10 cm indigen NT
Habitus
Synonyme: Fragaria sterilis, Fragariastrum sterile, Potentilla fragariastrum. Hemikryptophyt, coll-mont. Die ausgerandeten Kronblätter sind weiß und etwa so lang wie die Kelchblätter. Die Grundblätter sind 3-zählig und ähneln den Blättern von Erdbeeren. Die Blättchen haben jederseits 4 — 6 Zähne. Der Stängel ist niederliegend und ausläuferähnlich (Lit). Die Art kommt in allen österreichischen Bundesländern in allen Naturräumen vor. Sie ist in der Böhmischen Masse und im südöstlichen Alpenvorland stark gefährdet und im pannonischen Raum vom Aussterben bedroht (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Blüte
 
 
Habitat Böschung
Aufnahmen: 19.03.2025 Böschung neben Güterweg Laimgräben, Pucking
 
Potentilla sterilis, gesamt
 
 
Potentilla sterilis, Blüte
 
 
Potentilla sterilis, Blüte
 
 
Potentilla sterilis, Blüte nah
 
 
Potentilla sterilis, Blüte seitlich
 
 
Potentilla sterilis, Blatt
Aufnahmen: 10.04.2020 Pucking, Straßenböschung am Fuchsnberg
 
Habitus
Aufnahme: 23.04.2022 bei der Falzmühle, Allhaming

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"1453. P. Fragariastrum Ehrh. (Fragaria sterilis L. — Potentilla Fragaria Poir. — P. fragarioides Vill. — P. fragariaefolia Gmel. — Comarum fragairioides Roth. Erdbeerartiges F.)
Wurzelstock spindeligästig, beblätterte Ausläufer und kriechende, holzige Stämmchen treibend, rasenbildend. Stengel 1—6" lang, fädlich, liegend oder aufsteigend, 1—2blättrig, einfach, 1blüthig oder gabelig, 2blüthig, sammt den Blüthenstielen von abstehenden Wollhaaren zottig. Grund- und stengelständige Blätter 3schnittig, die grundständigen langgestielt, so lang oder ein wenig kürzer als die Stengel, die stengelständigen kleiner. Abschnitte rundlicheiförmig oder verkehrteirund, grobgesägt mit 4—7 Zähnen auf jeder Seite, fast gleichfarbig, unterseits nur etwas bläulich, seidenhaarigzottig, oberseits zuletzt fast kahl. Kelche zottig. Zipfel deutlich länger und breiter als die Deckblätter. Kronblätter verkehrtherzförmig, in einen kurzen, feinen Nagel zusammengezogen, weiss, beiläufig so lang als die Kelchzipfel, nur 4—6''' im Durchmesser, sehr hinfällig. Staubfäden fädlich, kahl. Schalfrüchte am Nabel langbehaart. Von kleinblüthigen Exemplaren der Fragaria vesca und collina vor dem Fruchtstadium fast nur durch die holzigen Wurzelstämmchen, die schlaffen, dünnen, meist in Blätterrasen versteckten Stengel und die kaum merkbar genagelten Kronblätter verschieden.
April — Mai


An Weg- und Waldrändern, Fusssteigen durch Wiesen, felsigen Waldblössen, besonders über Gneiss, Granit, Sandstein und Kalk niedriger, gebirgiger und subalpiner Gegenden sehr zerstreut, nie häufig, weite Striche des Gebietes ganz fehlend. An Waldrändern der Pfarrkirchener und Schlägler Berge. An Granitwänden oberhalb Ottensheim. An trockenen Rainen um Zellhof und Kreuzen im unteren Mühlkreise. Um Linz zunächst am Wegrande von Margarethen ins Zauberthal nächst der Capelle Maria Thal (v. Mor) und von da in einem Graben am Wege zum Freinberge (Hinteröcker). In der Capuzinersandstätte im Walde. Um Ried (v. Glanz). Auf Thonboden bei Weinzirl nächst Kirchdorf (Schiedermayr). Um Mondsee (Hinterhuber) und an manchen Orten wahrscheinlich nicht erkannt.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 214), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 17.07.2026

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