Österreich > Oberösterreich > Ruine Schaunberg
Koordinaten: 48°20'27.98"N, 13°58'38.94"E
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| Die Ruine vom Eferdinger Becken bei Pupping aus gesehen. Aufnahme: 27.05.2017 |
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| Haupttor der Vorburg und anschließende starke Mauer mit dem runden Pulverturm, dahinter ragt der Bergfried empor. Hier blühte verbreitet das Zottige Franzosenkraut, der Schwarze Nachtschatten und ein Exemplar der Gewöhnlichen Königskerze. |
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| Noch vor der Vorburg steht eine uralte Sommerlinde, die vermutlich 1402 gepflanzt wurde und als Gerichtslinde diente. Sie ist heute ein Naturdenkmal. Der Baum steht quasi im Garten der ehemaligen Taverne (am Stich von Matthäus Vischer zu erkennen — s.u.), die zu einem Forsthaus umgebaut wurde. |
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| Das Torwartstöckl mit dem Haupteingang und einem Einmanntor zur Vorburg. Die Brücke über den teilweise zugeschütteten äußeren Burggraben ist neueren Datums. Über dem Tor sieht man die Löcher für die Seilrollen der Zugbrücke. |
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| Der Hof der Vorburg ist sehr weitläufig, der Weg führt an alten Birnbäumen vorbei zur Hauptburg. |
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| Der Hof der Vorburg steigt gegen Südwesten steil an bis zum Dreiviertelturm, der ursprünglich von 2 Ecktürmen flankiert war. In Verbindung mit den gewaltigen Mauern war die Burg praktisch uneinnehmbar. |
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| Den inneren Burggraben quert man über eine Holzbrücke und gelangt zum Tor der Hauptburg. In einer Auslassung über dem Tor ist noch eine alte Rolle der Zugbrücke zu sehen. Anstelle des Fensters soll sich eine Pechnase befunden haben. |
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| Blick über den Burghof zu den Resten der Kapelle. Links davon die östliche Burgmauer mit einem kleinen Hof und der Sakristei. Vor dem links angrenzenden Wohngebäude befindet sich eine Zisterne (zugeschüttet, bewachsen). Eine zweite Zisterne befindet sich vor dem Eingang zur Gruft (momentan mit Holzkreuz). Rechts im Bild befinden sich Wirtschaftsgebäude. Die niedrigen Ruinen sind von Efeu und Waldrebe überwachsen. An den Mauern wachsen Brauner Streifenfarn und die Mauerraute. Noch blühend in diesem heißen, trockenen August 2026 angetroffen: Savoyen-Habichtskraut, Knotige Braunwurz und Rundblättrige Glockenblume. |
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| Die Kapelle mit gotischen Fenstern. |
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| Auf die Kapelle und auf die Burgmauer führt eine gesicherte Stiege. Von dort oben hat man einen guten Überblick. |
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| Blick auf das Eferdinger Becken und die Donau. |
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| Der nördliche Teil des 32 m hohen Bergfrieds ist im Jahr 1825 eingestürzt. Die herabfallenden Trümmer beschädigten den Palas, hier rechts im Bild. Der Bergfried ist besteigbar. |
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| Die Gruft unter der Kapelle. |
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| Zwischen Palas und der Sakristei befinden sich die Wohngebäude. |
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| Blick auf die Wirtschaftsgebäude mit der imposanten, noch nicht eingefällenen Mauer des ebenfalls mehrstöckigen Gebäudes. |
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| Der überdachte Teil des Palas (rechts im Bild) ist der vom Sturz des Bergfrieds arg beschädigte Teil. |
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| Über das gotische Tor gelangt man ins Innere des Palas. |
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| Der Innenraum des dreigeschoßigen Palas. |
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| Blick von einem unteren Geschoß des Bergfrieds auf den Burghof mit Palas. Aufnahmen am 21.08.2026 |
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| Von Georg Matthäus Vischer - Topographia Austriae superioris modernae, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6704376. Stich um 1674 |
| Die Burg wurde in der Mitte des 12. Jahrhunderts von den Julbachern gebaut. Julbach liegt in Bayern, schräg gegenüber von Ranshofen. Urkundlich erwähnt wurde 1161 ein Heinrich von Schaunberg. Die Grafen von Schaunberg wurden innerhalb von 2 Jahrhunderten sehr mächtig und wollten gegen Ende des 14. Jahrhunderts Reichsunmittelbarkeit erlangen. Diese Gleichstellung des ausgedehnten Territoriums konnten die Habsburger allerdings nicht zulassen. Die Schaunburg wurde von 1380 bis 1383 immer wieder erfolglos belagert. Allerdings verloren die Schaunberger viele Burgen und Besitztümer außer der Burg Stauf. Wesentlich an der sogenannten "Schaunberger Fehde" beteiligt waren die Wallseer auf Habsburgischer Seite. Deren Burg Oberwallsee liegt nördlich der Donau beim Eingang ins Pesenbachtal. Nach den Schaunbergern wurden nach längeren Erbschaftsstreitigkeiten die Starhemberger die neue Herrschaft (bis heute). |
| Quelle: Baumert, Herbert Erich, Grüll, Georg: Burgen und Schlösser in Oberösterreich. Innviertel und Alpenvorland. Birken-Verlag/Wien. 2. Auflage 1985, Seiten 109 — 113. |
| Einen sehr guten Überblick bietet Christian Rohr: Oberösterreich im Spätmittelalter. 14. Jahrhundert (forum oö Geschichte) |
Letzte Bearbeitung 05.09.2026