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Mehl-Primel

(Primula farinosa)

IV — VI Home Niedermoorwiesen, feuchte Magerwiesen
5 — 20 cm indigen NT
Primula farinosa
Synonyme: Aleuritia farinosa, Androsace farinosa. Hemikryptophyt, coll-alp. Die Laubblätter sind unterseits dicht mehlig bestäubt. Die Krone ist meist rosa oder purpurn. Die Kronröhre ist ungefähr so lang wie der Kelch oder geringfügig länger. Der Blütenstand ist eine allseitswendige Dolde (Lit). Die geschützte Art kommt in allen österreichischen Bundesländern außer Wien vor, sie ist im nördlichen Alpenvorland und im pannonischen Raum vom Aussterben bedroht. In der Böhmischen Masse und im südöstlichen Alpenvorland kommt sie nicht vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Primula farinosa
 
 
Primula farinosa
 
 
Primula farinosa
Aufnahmen: 27.05.2012 oberhalb Auener Alm, Stoanerne Mandl, Sarnthein.
 
Primula farinosa
Aufnahme: 12.05.1983 Verlandungszone beim Blinklingmoos, Strobl am Wolfgangsee

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"925. P. farinosa L. (Mehlstaubige P. — Vogelauge. — Lerchenblümel.)
Wurzelstock abgebissen, dünn, weissfaserig. Blätter grundständig, keiliglänglich oder länglichverkehrt-eiförmig, allmählig in den Blattstiel verlaufend, gezähnelt, oder fast ganzrandig, stumpf, 2färbig, oberseits lichtgrün, kahl, unterseits mit silberglänzendem Mehlstaub weissgepudert, in der Jugend zurückgerollt, entwickelt: flach, wenig runzelig. Stengel 3 — 12" hoch, aufrecht, blattlos, kahl, oberwärts sammt Deckblättern und Kelchen weissgepudert, an der Spitze eine vielblüthige aufrechte Dolde tragend. Deckblätter der Blüthenstiele lineal, zugespitztstumpf, an der Basis sackförmigverdickt. Kelche 5 kantig, die halbe Kronröhre überragend. Kronen klein, dunkler oder bleicher pfirsichblüthenfarben, selten weiss, Deckklappen gelb. Kapseln länger als der Kelch.
April — Mai


Auf feuchten Wiesen über Kalkgrund, auf Moorbrüchen in ebenen Gegenden, vorzüglich aber auf Voralpen. Auf Wiesen längs der Traun zwischen Traun und St. Martin, bei Pucking, oberhalb Wels, bei Baumgartenberg (Hinteröcker), im Ibmermoose, bei Zell am Moos, Mondsee, auf Wiesen um St. Wolfgang. Vorzüglich auf torfhaltigen Wiesen subalpiner Gegenden, z. B. auf vertrockneten Stellen des Torfmoores bei Seebach und Edelbach nächst Windischgarsten, an Ufern des Gleinkersees, im Stoder und um Spital bis 5000' aufsteigend. Auf dem Dachsteingebirge u. s. w."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 210), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 17.02.2026

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