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Gewöhnliche Waldrebe

(Clematis vitalba)

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2 — 10 m indigen LC
Clematis vitalba
Synonyme: Anemone vitalba, Clematis crenata, Clematis odontophylla, Clematis vitalba var. odontophylla. Makrophanerophyt, coll-mont. Die beiderseits weißfilzigen Perigonblätter sind weiß. Der Stängel der verholzten Liane ist kletternd und kann eine Höhe von 15 m erreichen. Die Blätter sind unpaarig gefiedert, die Blättchen haben einen herzförmigen Grund. Die giftige Liane rankt mittels Laubblattstiel und Laubblattspindel (Lit). Die sehr häufige Art kommt in allen österreichischen Bundesländern in allen Naturräumen vor (Lit). In Istrien ist sie häufig im Schibliak und an gebüschreichen Waldrändern anzutreffen (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Blüten
 
 
Clematis vitalba
 
 
Blättchen
Der Gattungsname Clematis stammt aus dem Lateinischen (Plinius) für jede rankende Sippe außer der Weinrebe. Griechisch klema = Zweig, Pfropfreis, Weinranke (Lit).
 
Blättchenunterseite
09.08.2006 Pucking
 
Clematis vitalba
26.02.2005 Pucking
 
Clematis vitalba
Dicker Stamm mit sich ablösender Borke. Aufnahme: 20.02.2014 Pucking
 
Clematis vitalba

Das typische Gewirr aus zum Teil hängenden Stämmen und Trieben der Waldrebe, manchmal verflochten mit den abgestorbenen Trieben des Hopfens.

 
Clematis vitalba
Früchte. Aufnahmen: 30.12.2016 Pucking
 
Blütenstand, Blatt
Aufnahme: 11.08.2014 an der Trasse der Parenzana, Vižinada
 
Häufig im Süden Istriens: Bei Clematis vitalba var. odontophylla sind die Blättchen tief eingeschnitten bis lappig (Lit). Aufnahme: 12.04.2017 Skitača
 
Zu einem Stängelquerschnitt

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"1073. C. vitalba L. (Kletternde W.)
Wurzelstock walzlich, knotig, senkrecht. Stengel mittelst seiner rankenartigen, gegenständigen Blattstiele 6 —12' weit kletternd, oft verschiedene Nebensträucher umwindend und Lauben bildend, ästig, sammt den Blättern flaumig oder zuletzt kahl, an der Basis holzig. Blätter fiederschnittig, dunkelgrün. Abschnitte eiförmig, an der Basis oft herzförmig, zugespitzt, theilweise auch gezähnelt, bis grobgesägt oder gelappt. Blüthen in end- und blattwinkelständigen, aufrechten oder herabgeschlagenen Trugdolden. Kelche blumenartig, weiss oder grünlichweiss, 1" im Durchmesser. Kelchblätter kreuzweise gegenstehend, zurückgerollt, keilig-länglich, stumpf, beiderseits filzig. Krone fehlend. Früchtchen braun, behaart, in einen langen zottigen Schweif auslaufend. Minder scharf als die Vorige.
Juli — Aug.


In Auen, an Ufern, in Hecken, Gebüsch. Auf Diluvial- und Alluvial-Kies, Löss, Kalk, kalkreichem Gneiss, in niedrigen und bergigen Gegenden, besonders in Donauauen und an Ufern, Hecken, Zäunen. Um Linz, zunächst dem Fischer am Gries, am Donauufer längs der Strasse von Urfahr nach Buchenau u. s. w. sehr gemein, besonders an den Ufern der Flüsse."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 336), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 06.03.2026

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