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Scharfer Hahnenfuß

(Ranunculus acris ssp. acris)

IV — X Home frische Fettwiesen
50 — 70 cm indigen LC
Kraut
Synonym: Ranunculastrum boreanum. Hemikryptophyt, coll-sa. Die Krone ist gelb. Die Grundblätter sind 5 — 7-schnittig, ihre Abschnitte zerschnitten mit lineal-lanzettlichen Zipfeln. Die behaarten Kelchblätter sind nicht herabgeschlagen. Die flachen Nüsschen sind kahl, ihre Schnäbel nur wenig gekrümmt. Die Pflanze ist meist locker und kurz anliegend behaart. Die im frischen Zustand giftige Pflanze verliert ihre Giftigkeit beim Trocknen (Lit). Die sehr häufige Art kommt in allen österreichischen Bundesländern in allen Naturräumen vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Kraut
 
 
Blüte
 
 
Blatt
 
 
unteres Stängelblatt
 
 
oberes Stängelblatt
Aufnahmen: 17.04.2020 Pucking
 
Grundblatt
Aufnahme: 23.04.2022 Böschung bei der Falzmühle, Allhaming
 
Kelchblätter
 
 
Kelchblätter
 
 
Früchte
Aufnahmen: 09.05.2023 Pucking
 
Wiese
Aufnahme: 19.05.2025 beim Pürgschachenmoor
 
Bilder vom Stängelquerschnitt

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"1102. R. acris L. (Scharfer H.)
Wurzelstock sehr kurz, abgebissen, reichfaserig. Stengel 1—3' hoch, schlank, aufrecht, gerillt, ästig, vielblüthig, sammt Blättern von kurzen, anliegenden Haaren flaumig. Blätter grasgrün, auf der mittleren Fläche oft schwarzgeflammt, die grundständigen langgestielt, handförmig - 5theilig. Zipfel einfach bis doppelt- 3 spaltig und ungleicheingeschnitten-gezähnt. Stengelblätter gleichgestaltet, die oberen sitzend,
weniger getheilt, die blüthenständigen 3theilig mit linealen, ganzrandigen Zipfeln. Blüthenstiele stielrund, nicht gefurcht. Kelche locker anliegend. Fruchtboden kahl. Kronen goldgelb, 8—12''' im Durchmesser. Fruchtköpfchen fast kugelig. Früchtchen zusammengedrückt, berandet, kahl, sehr kurzgeschnabelt. Schnabel vielmal kürzer als das halbe Früchtchen, etwas gekrümmt. Unterscheidet sich von R. polyanthemus, bulbosus, repens und sardous durch die stielrunden, nicht gefurchten Blüthenstiele, von R. montanus ß major durch den kahlen Fruchtboden. Sehr giftig.
Mai — Herbst


Auf Wiesen, grasigen Hügeln, Triften niedriger und gebirgiger Gegenden, über den verschiedensten Gesteinunterlagen im ganzen Gebiete höchst gemein, meist massenhaft, steigt im Mühlkreise auf 3000' hohe Hochebenen, in den Alpenstrichen bis zum Krummholz.
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 359), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 17.03.2026

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