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Trollblume

(Trollius europaeus)

V — VII Home Sumpfwiesen, Hochstaudenfluren
30 — 60 cm indigen LC
Trollius europaeus
Hemikryprophyt, (coll-)mont-sa. Die Pflanze ist kahl, der Stängel meist unverzweigt. Die gelben Perigonblätter sind zusammenneigend, die Blüten daher fast kugelig. Die Laubblattabschnitte sind 3-spaltig und gesägt (Lit). Die geschützte Art kommt in allen österreichischen Bundesländern vor, ist aber nur im alpinen Naturraum ungefährdet. In der Böhmischen Masse und im nördlichen Alpenvorland gilt sie als stark gefährdet, im südöstlichen Alpenvorland und im pannonischen Raum als vom Aussterben bedroht (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Trollius europaeus
Aufnahmen: 27.05.2016 Kolovrat
 
Habitus
Aufnahme: 07.05.2024 Filzmoos
 
Trollius europaeus
Aufnahme: 12.05.1983 Verlandungszone, Strobl am Wolfgangsee
 
Trollius europaeus
 
 
Trollius europaeus
 
 
Trollius europaeus
Aufnahmen: 22.05.2010 am Gleinker See
 
Trollius europaeus
Aufnahme: 07.06.2012 Schafberg

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"1111. T. europaeus L. (Europäische Tr. — Schellenblümerl. — Butterblume.)
Wurzel in ein starkes Faserbüschel zertheilt uud mit Ueberresten vorjähriger Blattstiele beschopft. Stengel 0,5 — 1,5' hoch, aufrecht, einfach und einblüthig, nur als seltene Ausnahme ästig und 2 — 3 blüthig, stielrund, kahl wie die ganze Pflanze. Blätter oberseits dunkelgrün, unterseits blässer, handförmig - 5theilig, die unteren gestielt, die obersten sitzend, kleiner und minder getheilt, Abschnitte rautenförmig, 3spaltig, ungleich - eingeschnitten - gesägt. Kelchblätter citronengelb, fast kugelig zusammenschliessend. Kronblätter sattgelb, sehr klein, Staubgefässen ähnlich. Kapseln lineal - länglich, kahl, querrunzelig. Minder scharf, wird aber doch vom Vieh nicht gefressen.
Mai — Juni, auf Alpen bis in den August


Auf Sumpfwiesen gebirgiger und subalpiner Gegenden bis zum Krummholz, und selbst auf die höchsten Alpenkuppen aufsteigend, sehr gemein auf Wiesen der Vorberge des Traunkreises und Salzkammergutes über Wienersandstein, massenhaft in allen Alpenthälern. Ueber tertiärem Conglomerat z. B. bei Frankenmarkt. In Grünlandsmooren z. B. im Innkreise am rechtseitigen Donauufer in der Passauergegend, im Ibmermoose. In oft nur 1 — 3" hoher Zwergform (T. humilis Crantz.) in Nähe der Pyramide des grossen Pyrgas."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 366), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 23.04.2026

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